Infos zur Firmung

(Foto: Bischöfliche Pressestelle Münster)

In unserer Kirchengemeinde werden die Jugendlichen im 8. Schuljahr auf die Firmung vorbereitet. Die Vorbereitung in Kleingruppen wird durch Sozialpraktika in unseren Einrichtungen und sozialen Aktion begleitet. Auch ein Vorbereitungswochenende in einem Bildungshaus gehört dazu, neben verschiedensten Gottesdienstformen. Die Jugendlichen dürfen zu wachen und aufgeweckten Menschen werden, die sich am Ende der Vorbereitung bewusst zur Firmung entscheiden.  

Dieses Jahr war  alles etwas anders. Und doch haben sich 61  Jugendliche in Kleingruppen auch mit Hilfe engagierter Eltern und Firmbegleiter auf die Firmung vorbereitet. Die Firmung wurde am 21. November 2020 gespendet durch Weihbischof Dr. Christoph Hegge.   Alle waren froh, dass es doch noch geklappt hat, trotz der Einschränkungen, die die Coronapandemie von uns in diesen Tagen  fordert. 

Ein besonderes Projekt war am  Wochenende vor den Herbstferien: Sammeln von Lebensmitteln für die Wärmestube. Von Freitag bis Samstagnachmittag sammelten die Firmlinge unterstützt von ihren Katecheten Lebensmittel an den Lebensmittelmärkten  in Recke für die Wärmestube in Osnabrück:  Die Jugendlichen waren richtig stolz auf das Ergebnis. Dank an alle, die bereit waren beim Einkauf eine Spende für die Tafel mit einzuplanen.  Eine Fahrt nach Osnabrück mit Infos zu Tafel und Wärmestube stand am Ende der Aktion. 146 Kisten gefüllt mit Lebensmitteln konnten dort übergeben werden. Einige Steinbecker Jugendliche haben  zum Abschluss noch eine Baustellenbesichtigung in der Steinbecker Kirche erlebt. 

Ganz herzlichen Dank an die Eltern und die Verantwortlichen für die Firmkatechese:

Marion Ifland, Kristin Ifland, Edith Rählmann und Jürgen Heukamp, Pfr. 

 

Firmung

Die Firmspendung will die Taufe vollenden und besiegeln, sie gehört neben Taufe und Eucharistie zu den Einführungssakramenten (Initiation). Das Zweite Vatikanische Konzil sagt: "Durch das Sakrament der Firmung (lat.: = confirmatio; griech.: = myron) werden die Getauften vollkommener (als durch die Taufe) mit der Kirche verbunden; sie werden reich ausgestattet durch eine besondere Kraft des Heiligen Geistes, und sie werden strenger verpflichtet, den Glauben als wahre Zeugen Christi in Wort und Tat zu verbreiten und zu verteidigen."

Die Spendung der Firmung geschieht, wie das Neue Testament berichtet, durch Handauflegung, wobei der Bischof spricht: "Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist." Aus dem Osten kam der Gebrauch des Öles hinzu, die Salbung mit dem Chrisam.

Spender der Firmung ist der Bischof, der auch einen Priester beauftragen kann.

Der Firmling wird durch einen Paten vorgestellt, der selbst gefirmt sein muss. Eltern können aber auch selber ihre Kinder zur Firmung führen.

Wann der richtige Zeitpunkt für den Empfang der Firmung ist, wird heute viel diskutiert. Im 13. Jahrhundert wurde die Firmung, die bis dahin gleich nach der Taufe gespendet wurde, auf das siebte Lebensjahr verschoben.

Quelle: Dorn, Anton Magnus; Eberts,Gerhard (Hrsg.),
Redaktionshandbuch Katholische Kirche, München 1996.

 

 

Ich glaub' an Dich!

Jesus sagte noch einmal zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sagte zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist!

(Joh 20, 21-22)

Video

Mehr im Internet

Zahlreiche Tipps und Hilfen rund um das Thema Firmung: www.firmung-muenster.de

Sakramente

Theologen sagen, Jesus Christus sei in seinem Wort, seinen Handlungen und seiner Person das Ur-Sakrament der Menschenliebe Gottes. 

Die Firmung ist der Initiationsritus in der katholischen Kirche: der Firmling wird mündig und bekennt sich öffentlich zu seinem Glauben. Bei diesem wichtigen Schritt steht ihm sein Firmpate, seine Firmpatin zur Seite, im wahrsten Sinne des Wortes. Denn während der Firmung steht der Pate, die Patin, hinter dem Firmbewerber und legt ihm seine Hand auf dessen Schulter. Damit drückt er oder sie aus: ich stehe hinter dir, wir gehen den Weg des Glaubens zusammen.

Wie der Taufpate hat auch der Firmpate die Aufgabe, den Firmling durch sein christliches Leben zu begleiten und zu unterstützen. Firmpate kann werden, katholisch ist, wer getauft und gefirmt ist und die Eucharistie empfangen hat. Das Kirchenrecht der katholischen Kirche, der Codex des kanonischen Rechtes (CIC) empfiehlt ausdrücklich, dass der Taufpate auch der Firmpate sein soll (Can. 893 §2). Dies ist eine Empfehlung, aber kein Muss.

 

Text: jf/göc
Foto: Michael Bönte, Kirche+Leben