Die Ehe - der Bund der Liebe

In der Ehe versprechen sich Mann und Frau Treue, Liebe und Vertrauen für ihr Leben. Die Ehe ist somit das einzige Sakrament, das gegenseitig gespendet wird; der Geistliche ist nur „Buchhalter“ dieses ganz besonderen Bundes. Als Christen vertrauen wir darauf, dass Gott der Dritte im Bunde ist, der die Eheleute begleitet.

Was muss ich tun, wenn ich kirchlich heiraten möchte?

  • Bitte frühzeitig einen Termin mit dem Pfarrbüro absprechen! (Freitags kann von 16.00 Uhr - 16.30 Uhr geheiratet werden, der späteste Termin am Samstag ist 15.00 Uhr).
     
  • Ein Partner muss katholisch und Mitglied der Kirche sein.
     
  • Taufzeugnisse der Taufpfarrei werden benötigt.
     
  • Rechtzeitig vor der Eheschließung wird es ein Gespräch mit dem trauenden Geistlichen geben, um den Gottesdienstablauf zu klären.
     

Ein Info Flyer zur Vorbereitung einer Hochzeit findet sich hier.

Weitere Infos auch hier oder unten.

Coronaauflagen bei Hochzeiten und Ehejubiläen

Ab dem 9.7.21  gibt es auch für Gottesdienste in geschlossenen Räumen Lockerungen:

In Kreisen und kreisfreien Städten mit Inzidenzstufe 0 entfallen alle Auflagen. Das bedeutet:

  • Die Einhaltung des Mindestabstandes von 1,5 m wird  empfohlen.
  • Wenn im Land NRW die Inzidenzstufe ebenfalls bei 0 liegt, entfällt die Maskenpflicht auch in Innenräumen. Das ist derzeit in allen Kreisen und kreisfreien Städten im nordrhein-westfälischen Teil des Bistums der Fall, sodass momentan bei den Gottesdiensten in geschlossenen Räumen keine Maske getragen werden muss, im Freien besteht ohnehin keine Maskenpflicht.
  • Die Rückverfolgbarkeit entfällt (§ 8 Abs. 4a). Als Kirchengemeinde halten wir vorsichtshalber noch daran fest. 

In Kreisen und kreisfreien Städten mit Inzidenzstufe 1 gilt:

  • Der Mindestabstand von 1,5 m ist einzuhalten.
  • Die Maskenpflicht entfällt (§ 5 Abs. 4a Satz 2 Nr. 2), mit Ausnahme beim Gesang – siehe unten.
  • Die einfache Rückverfolgbarkeit ist zu gewährleisten.

Sehr erfreulich sind die Lockerungen auch für den Gemeindegesang. Das heißt, bei Inzidenzstufe 0 wird beim Gemeindegesang der Mindestabstand von 1,5 m  empfohlen. Ab Inzidenzstufe 1 ist  der Mindestabstand von 1,5 m einzuhalten.

Beim Spielen von Blasinstrumenten bleibt – auch bei Inzidenzstufe 0 – der Mindestabstand von 2 m einzuhalten (vgl. § 4 Abs. 1).

Ab Inzidenzstufe 1 gelten beim Gemeindegesang in geschlossenen Räumen weiterhin folgende Vorschriften (vgl. § 18 Abs. 4 Nr. 5):

  • alle Teilnehmenden tragen eine medizinische Maske (nur während des Singens, nicht während des übrigen Gottesdienstes) ODER
  • alle Teilnehmenden verfügen über einen Negativtest, sind vollgeimpft oder genesen ODER
  • für jede Person ist eine Fläche von 10 qm vorhanden (maßgeblich ist die Gesamtfläche des Raums, also bei Kirchen auch einschließlich z.B. des Altarraums und der Seitenschiffe, unabhängig von einer Bestuhlung)

Für Proben und Aufführungen von Chören, Musik- und Gesangsgruppen sowie musisch-kulturelle Angebote gelten folgende Vorschriften:

  • Bei Inzidenzstufe 0 wird der Mindestabstand von 1,5 m lediglich empfohlen.
  • Bei Inzidenzstufe 1 können Proben in geschlossenen Räumen mit 30 bzw. 50 Personen (abhängig von der Raumgröße) stattfinden, wenn die Teilnehmenden über einen Negativtest verfügen, vollgeimpft oder genesen sind. Im Freien entfällt der Negativtestnachweis (§ 13 Abs. 4 Nr. 5). Zusätzlich ist ein Abstand von 2 m einzuhalten (vgl. § 5 Abs. 4a).

Auch bei kurzfristigen Gesangsproben vor Gottesdiensten und während der Gottesdienste ist in Inzidenzstufe 1 ein Mindestabstand von 2 m einzuhalten, es sei denn, alle Singenden tragen eine Maske.

  Teilnehmerliste!

Ehe: Zeichen der Liebe Christi zu den Menschen

Für die Kirche ist die Ehe ein Sakrament. Sie ist nach katholischem Glaubenverständnis ein Zeichen für den Bund zwischen Christus und der Kirche, wie es der Katechismus der katholischen Kirche ("Weltkatechismus") erklärt.

Nach den Worten des Zweiten Vatikanischen Konzils ist sie "Bild und Teilhabe an dem Liebesbund Christi und der Kirche". Mehr noch: Christliche Ehe soll zum Zeichen und damit zur gelebten Verkündigung der Liebe Christi zu den Menschen werden.

Ein Theologe beschreibt dies so: "In der Liebe der Eheleute zueinander, in ihrem Dienen und Opfern füreinander, in ihrem Ertragen und Verzeihen, in ihrer Treue bis zum Tod soll deutlich werden, was Christus auch in der Gegenwart für die Menschheit, insbesondere für seine Kirche, ist und wirkt."

Konstituierend für dieses Sakrament ist der Wille der Brautleute bei der Trauung, die Ehe nach diesem Verständnis einzugehen.

Nicht die Kirche oder der trauende Priester spenden das Sakrament, sondern die Ehepartner einander, wann immer sie ihr Jawort in einer kirchlich anerkannten Form sprechen.

Nicht der Ritus (die Trauung) ist das Sakrament, sondern die Ehe selbst - oder wenn man so will, der Ehealltag.

In der Bibel gibt es zahlreiche Hinweise auf die Ehe. Das Verhältnis zwischen Gott und dem Volk Israel wird oftmals mit dem Liebesverhältnis zwischen Braut und Bräutigam beschrieben. In ihrem Festhalten an der Unauflöslichkeit der Ehe beruft sich die katholische Kirche auf das Neue Testament (Matthäus 19,6): "Was Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen."

Darauf nimmt auch die Feier der Eheschließung Bezug; im Trauungsspruch heißt es: "Ich will dich lieben, achten und ehren, solange ich lebe (alternativ: bis dass der Tod uns scheidet)."


Text: Norbert Göckener, kampanile
Foto: Norbert Ortmanns, Kirche+Leben

    Sakramente

    Theologen sagen, Jesus Christus sei in seinem Wort, seinen Handlungen und seiner Person das Ur-Sakrament der Menschenliebe Gottes. 

    Ich kenne dich

    Die Liebe kennt alle Abgründe des Lebens und ist die einzige Kraft, die sie auch überwinden kann. (Gudrun Zydek)

    Zur Vertiefung: Gedanken zur Ehe

    Wenn man heute über die sakramentale Ehe mit jungen Paaren spricht, bekommt man unterschiedliche Reaktionen. Die einen schauen einen an, als wenn man über ein Relikt aus vergangenen Tagen spricht, das unbedingt entstaubt werden müsste und die anderen bekunden ihre Bewunderung, dass man an "so etwas" noch glaubt, dass doch eigentlich nicht mehr "glaubwürdig" in dieser Gesellschaft zu leben scheint.

    Und wenn es nicht klappt? Scheidung – Eheannullierung

    Die Ehe zwischen zwei getauften Christen ist nach katholischem Verständnis ein Sakrament und daher unauflöslich. Ist eine christliche Ehe gültig zustande gekommen und vollzogen, dann gilt sie, bis der Tod die Partner scheidet. Deshalb kennt die Kirche keine Scheidung.