Die Beerdigung

Die Beerdigung bzw. eine Trauerfeier ist keines der sieben Sakramente, allerdings eine wichtige Form des Abschiednehmens im Rahmen eines Gottesdienstes. Es gibt dazu verschiedene Formen.

Was muss ich tun, wenn ein Angehöriger verstorben ist?

  • Bitte kontaktieren Sie eines unserer Pfarrbüros. Kontaktinformationen hier 
  • Benachrichtigen Sie ein Bestattungsunternehmen,  vorher nehmen Sie sich Zeit für ein bewusstes Verabschieden Ihres verstorbenen Angehörigen.
  • Ein Beerdigungstermin auf unseren kirchlichen Friedhöfen wird dann mit Ihnen festgelegt. Bei Erdbestattung und Urnenbeisetzung geschieht das immer im Kontakt mit dem jeweiligen Bestatter.
  • Der Seelsorger, der die Trauerfeier leitet, meldet sich bei Ihnen für ein Trauergespräch, bei dem auch alle Fragen zu ihrer Trauerfeier beantwortet werden.
  • In jedem Fall wird, wenn Sie es wünschen, in den Heiligen Messen in der Pfarrgemeinde für den / die Verstorbene/n gebetet. Einen Tag vor der Beerdigung läutet die Totenglocke in der jeweiligen Kirche um 11.00 Uhr in Recke oder um 11.45 Uhr in Steinbeck.

 

Welche Feierformen gibt es?

Die Trauerfeier kann als Eucharistiefeier (als sogenanntes Requiem) gestaltet werden. Treffpunkt ist hier eine der Kirchen unserer Pfarrei. Aufbahrung und Einsegnung finden in der Trauerhalle statt. Im Anschluss erfolgt die Beisetzung auf einem der Friedhöfe.

Eine zweite Form der Trauerfeier ist der Wortgottesdienst; hier wird kein Abendmahl, keine Eucharistie, gefeiert. Die Feier kann ebenfalls in der Kirche stattfinden, allerdings auch ganz in einer der Trauerhallen.

Die Bestattungsform, also Sarg- oder Urnenbestattung ist unabhängig von der Feierform.

Nach der Beerdigung können Sie mit dem Pfarrbüro das Sechswochenamt absprechen.  Es ist eine gute Gelegenheit als Familie noch einmal zusammen zukommen, um des / der Verstorbenen in der Heilige Messe zu gedenken.

Bestattung / Beerdigung: Feier der Gemeinschaft über den Tod hinaus

Auf ein kirchliches Begräbnis hat jeder Getaufte und nicht freiwillig aus der Kirche Ausgetretene einen Anspruch. Die kirchliche Bestattung ist eine liturgische Feier der Kirche, bei der die Gemeinschaft mit dem Verstorbenen betont und – vor allem den Angehörigen – die tröstende und aufrichtende Botschaft von Jesu Tod und Auferstehung verkündet wird.

Geleitet wird ein kirchliches Begräbnis von einem Priester oder Diakon. Der Bischof kann auch Pastoralreferenten oder engagierte Laien aus der Pfarrgemeinde  mit der Leitung von Begräbnisfeiern beauftragen. Die Kirche hat einen eigenen Ritus hierfür entwickelt. Die wesentlichen Inhalte sind: Gebet, Lesung, Ansprache, Einsegnung des Toten und des Grabes. Nach Möglichkeit soll eine Eucharistiefeier vorausgehen oder folgen. Diese Messe bei der Beerdigung wird Requiem genannt.

Nach dem Kirchenrecht ist das kirchliche Begräbnis denjenigen zu verweigern, die sich von der Kirche und ihrem Glaubensverständnis offenkundig losgesagt haben. Nicht möglich ist es für denjenigen, die sich für die Feuerbestattung aus Gründen entschieden haben, die der christlichen Glaubenslehre entgegengesetzt sind: "Die Kirche gestattet die Einäscherung, sofern diese nicht den Glauben an die Auferstehung des Fleisches in Frage stellen will" (Nr. 2301 im Katechismus der Katholischen Kirche von 1997). Und: "Nachdrücklich empfiehlt die Kirche, dass die fromme Gewohnheit beibehalten wird, den Leichnam Verstorbener zu beerdigen; sie verbietet indessen die Feuerbestattung nicht, es sei denn, sie ist aus Gründen gewählt worden, die der christlichen Glaubenslehre widersprechen" (Katholisches Kirchenrecht: Codex Iuris Canonici, Canon 1176, § 3).

Demjenigen, der in seiner persönlichen Lebensführung in einem schwerwiegenden Widerspruch zur kirchlichen Glaubenslehre gestanden hat, ist das kirchliche Begräbnis nur dann zu verweigern, wenn andernfalls ein öffentliches Ärgernis entstünde.

Die Frage, ob in begründeten Einzelfällen aus der Kirche Ausgetretene kirchlich bestattet werden können, ist differenziert und jeweils konkret zu beantworten. In allen Zweifelsfällen ist der Ortsbischof zu befragen.

Requiem

Requiem wird die Eucharistiefeier für einen Verstorbenen an seinem Beerdigungstag genannt. Diese Messfeier hat ihren Namen nach dem Eingangsgebet erhalten, das mit den Worten beginnt: "Requiem aeternam ... = Ewige Ruhe schenke ...".


Quelle: Dorn, Anton Magnus; Eberts,Gerhard (Hrsg.),
Redaktionshandbuch Katholische Kirche, München 1996
Foto: Michael Bönte, Kirche+Leben

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    Beerdigung in Coronazeiten

    Nach der hygienischen Vorbereitung der Friedhofskapellen und der Ausweisung der Plätze (Steinbeck 6 Plätze oder 1 Hausgemeinschaft / Recke 20 Plätze) und der Stehplätze draußen im Abstand von 1,5 – 2 Meter,  können  Beerdigungen von unseren Friedhofskapellen durchgeführt werden.  Bitte beachten Sie, dass in der jeweiligen Friedhofskapelle keine Stehplätze vorgesehen sind.

     Grundsätzlich gilt (und nicht erst bei einer Inzidenz von 35) bei Beerdigungen die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes.Beerdigungen einschließlich der Trauerfeier auf dem Friedhof sind weiterhin ohne eine Begrenzung der Teilnehmerzahl möglich (vgl. § 18 Abs. 2 Nr. 5).

    Ab dem 28. Mai tritt die  aktualisierte Coronaschutzverordnung des Landes NRW b in Kraft. Die Systematik hat sich grundlegend geändert. Sie basiert nun auf der Einteilung verschiedener Inzidenzstufen:

     

    Inzidenzstufe 1: 7-Tage-Inzidenz bis höchstens 35

    Inzidenzstufe 2: 7-Tage-Inzidenz ab 35,1 bis 50

    Inzidenzstufe 3: 7-Tage-Inzidenz über 50 bis 100

    Außer für die Gottesdienste richten sich die Vorgaben in allen anderen uns betreffenden Bereichen, Themen und Fragen nach der jeweiligen Inzidenzstufe. Die für Gottesdienste einschlägigen Vorschriften finden sich nun in § 2. Danach gelten für die Feier der Gottesdienste weiterhin die mit der Staatskanzlei vereinbarten Regelungen. Sie sind nach wie vor gegenüber der Coronaschutzverordnung NRW vorrangig. Eingeschlossen sind darin neben den Gottesdiensten auch andere Versammlungen zur Religionsausübung – wie zum Beispiel Katechesen zur Erstkommunion- und Firmvorbereitung. Weiterhin ist in Gottesdiensten in Innenräumen eine medizinische Maske zu tragen (§ 5 Abs. 3 Nr. 5). Bei Freiluftgottesdiensten reicht eine Alltagsmaske. Der Gemeindegesang in Gottesdiensten unter freiem Himmel ist möglich. Dabei ist zwischen den Singenden ein Mindestabstand von 2 Metern einzuhalten. Sowohl für Gottesdienste im Innen- wie im Außenbereich ist nach wie vor die einfache Rückverfolgbarkeit sicherzustellen.

    Was darüber hinaus musikalisch durch Chöre oder Blas- oder andere Instrumentalensembles möglich ist – sowohl im Innen- wie im Außenbereich, für Proben wie für Aufführungen – richtet sich jeweils nach der Inzidenzstufe. Dies im Einzelnen hier darzustellen, ist zu komplex. Daher verweise ich auf die Übersicht unter dem Stichwort „Kultur“ und „außerschulische Bildung“ in dem nachfolgenden Link:

    www.mags.nrw/coronavirus-regeln-nrw

     

     

     

     

     

    Das Leben beginnt

    Glaube ist die Hoffnung, dass das Leben mit dem Tod nicht endet, sondern erst beginnt. (Elias Raatz)

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    Die Telefonseelsorge erreichen Sie unter 0800 / 1110111 oder 0800 / 1110222.