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Der Hl. Dionysius und seine Gefährten
(Gedenktag 9. Oktober)
Gregor von Tours berichtet in seiner "Historia Francorum", dass Dionysius mit sechs anderen Bischöfen von Papst Fabian um 250
beauftragt wurde, Gallien das Evangelium zu verkünden.
Er organisierte in der damals noch völlig un- bedeutenden Stadt Lutetia Parisiorum (dem heutigen Paris) das kirchliche Leben.
Entweder in der Christenverfolgung des Kaisers Decius (250/51) oder unter Valerian (258) erlitt er zusammen mit dem Diakon Rusticus und dem
Presbyter Eleutherius den Martyrertod durch das Schwert.
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Zahlreiche Darstellungen zeigen Dionysius als Bischof gekleidet und sein Haupt in den Händen haltend. Der Legende nach soll er seinen abgeschlagenen
Kopf selbst von der Richtstätte bis zu seiner Begräbnisstätte, Saint Denis, getragen haben. Er ist einer der Vierzehn Nothelfer und wird gegen Kopfschmerzen angerufen. Außerdem leistet er Beistand im Kampf und
ist Schutzheiliger der Schützen.
Vornehmlich wird er in Frankreich verehrt, aber auch manche deutsche und Schweizer Städte wie Diessenhofen, Esslingen und Regensburg erwählten den heiligen Bischof zu ihrem
Patron.
Vor allem in der Zeit von 800 bis 850 gründete man viele Pfarrkirchen, die dem Hl. Dionysius geweiht wurden. Diese Kirchen lagen meist an wichtigen Verkehrswegen und Straßenkreuzungen, in Westfalen
z. B. in Nordwalde, Havixbeck, Rheine und eben auch in Recke, das an der alten Straße von Osnabrück nach Lingen mit der Kreuzung nach Ibbenbüren, Voltlage und Ankum liegt.
Am Fest des Hl. Dionysius (9.
Oktober) wird in unserer Kirche das St. Dionysius-Lied gesungen.
Das St. Dionysius-Lied
- Von Eifer für Christus erglühet
den Wanderstab nimmt Dionys. Als Glaubensverkünder er ziehet von Rom nach dem fernen Paris.
Sein einzig Begehren ist, Menschen zu lehren den Glauben an Christus, den Herrn.
- Zwei treue Gefährten er findet
zur Arbeit im Dienste des Herrn. Gemeinsamer Glaube sie bindet. Dem Anruf, dem folgen sie gern.
Sie Mühen erleiden, gewinnen die Heiden für Christus, den Retter der Welt.
- Da glaubten gar viele die Lehre
von Christus im heidnischen Land und stürzten die Götzenaltäre, des Heidentums Finsternis schwand;
und diese Bekehrten gar bald nun verehrten den Heiland, den Heiland der Welt.
- Sie waren bereit, selbst zu geben
ihr Leben als Zeugen für Gott. Dafür wollt der Herr sie erheben aus Drangsal und Elend und Not.
Er schenkte zum Lohne die himmlische Krone im Kreis seiner Heiligen Schar.
- O sieh, Dionysius, milde
auf unsere Pfarre herab, beschirme doch ihre Gefilde, Bewohner und sämtliche Hab. Nimm an dich der Deinen,
die streiten und weinen im Tale der Tränen noch hier.
- Wann Leiden und Trübsal wir tragen,
wann Krieg sich uns nahet und Not, uns Krankheiten treffen und Plagen,
wann fehlet das tägliche Brot, dann wolle nicht weilen zur Hilfe zu eilen den Kindern, die flehen zu dir.
- Wann Seelengefahren wir leiden,
uns harte Versuchung bedroht, wann endlich die Seele will scheiden und nahet der bittere Tod,
an unserem Ende uns Hilfe doch sende, verlass uns, verlass uns dann nicht.
- Patron, Dionysius, siehe
doch gnädig die Deinen hier an dass alles, ja alles uns fliehe, was immer uns schaden nur kann.
auch Rustikus flehe, daß dieses geschehe, auch du, Eleutherius, hilf.
Der 1990 leicht veränderte Text des Liedes wurde im Jahre 1861 vom Bischof in Münster approbiert.
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