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V. Der Bau der 3. Dionysius-Kirche, der heutigen Pfarrkirche
Nach dem 2. Weltkrieg stieg die Einwohnerzahl von Recke stark an; die 2. Dionysiuskirche erwies sich als zu klein. Darum
erbaute die Pfarrei in den Gärten des Pastors und von zwei Nachbarn (ca. 4.500 qm) die neue Kirche durch die Architekten Burlage un Niebur aus Osnabrück. Pfarrer war Karl Horstmann von 1950-1968. Als Baumaterial
nahm man den Ibbenbürener Sandstein und für die Gesimse roten Wesersandstein.
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Die neue Kirche hat eine Länge von 42,33 m, eine Breite von 17,60 m und eine Höhe bis zum Schei- tel des Segment-Gewöl- bes von 13 m.
Die Höhe des Kirchturms beträgt 30 Meter. Ein Zeltdach be- deckt den Turm und trägt ein schlichtes, kupferbe- schlagenes Kreuz von 4 Meter. Die Grundsteinlegung der neuen Kirche erfolgte am 28.
Juni 1953. Unter dem Grundstein wurde ein Sandstein eingemauert aus den damals wieder- entdeckten Grundmauern der Notkirche an der Hopstener Grenze zur Erinnerung an die schwe- ren Zeiten der katholi-
schen Gemeinde von Recke.
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Der 8 Meter hohe Barockaltar der alten Kirche wurde in das neue Gebäude übernommen. Zehn Stufen führen zu ihm hinauf. In Lebensgröße stehen die
Apostel Petrus mit dem Schlüssel und Paulus mit seinem Marterwerkzeug des Schwertes auf dem Altar. Sie erinnern an die Schutzheiligen des Osnabrücker Domes (St. Petrus) und des Domes in Münster (St. Paulus),
zumal die Gemeinde in Recke über Jahrhunderte zu Osnabrück und Münster gehörte. Das Apostelpaar könnte die Gemeinde auch hinweisen auf die Verbunden- heit mit Rom, wo beide das Martyrium erlitten. Zwei
kleinere Figuren schmücken den Altar: der hl. Aloysius und der hl. Nepomuk, der General- vikar in Prag war und in der Moldau ertränkt wurde, als er gegenüber dem König die Rechte der Kirche einforderte (+1393).
In der oberen Hälfte des Altares wurde ein Ölgemälde des Hl.Dionysius eingelassen. Das alte Altarbild von Dionysius und seiner zwei Gefährten war verdorben und wurde 1956 durch ein anderes Barockbild ersetzt,
welches das Bistum Münster der Gemeinde Recke schenkte. Auf dem Bild ist sehr wahrscheinlich das Martyrium des Apostels Matthäus dargestellt, der nach einer Legende bei der Feier der hl. Messe ermordet worden sein
soll.
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Der Altar findet oben seinen Ab- schluss durch die Darstellung vom Jüngsten Gericht durch die drei göttlichen Personen. Zwei Engel -
rechts und links - weisen darauf hin durch eine Zeigegebärde und das Blasen einer Trompete. Jesus trägt in der einen Hand das Kreuz und weist mit der anderen Hand auf die Taube, Sinnbild des Hl.
Geistes. Gott Vater thront ganz rechts. Er trägt ein Zep- ter, Zeichen seiner Allmacht, und legt seine Hand auf die Erdkugel.
Das Jüngste Gericht ist von anderer Art als ein weltliches Gericht.
Darauf weist das Kreuz Christi hin. Durch seinen Lebenseinsatz und gewalt- samen Tod hat er uns den Weg zum Vater geöffnet. Die Liebe triumphiert über das Gericht. Das wird auch unterstrichen durch das
Zeichen des hl. Geistes, der am Schöpfungsmor- gen über den Urwassern schwebte (l Mos 1,2) und jetzt die Vollendung der Welt in Gerechtigkeit und Liebe herbeiführen will. In dieselbe Rich- tung
zeigt auch die Hand des Vaters, die sich schützend auf die Welt legt
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und sie heilen will von Haß und Intoleranz. Die Mitte des Altares bildet ein Dreieck mit dem 'Auge Gottes', das den krönenden Abschluß des
Baldachins über dem Tabernakel bildet. Das Auge des dreifaltigen Gottes ist, wie die Darstellung vom Jüngsten Gericht zeigte, nicht das kalt richtende Auge. Vielmehr begleitet Gottes Auge mit Wohlwollen und Sorge
den Weg der Gemeinde und des einzelnen Christen. Auch besagt das eine Auge Gottes, daß es nicht drei Götter gibt, sondern nur den einen Gott in Vater, Sohn und Hl. Geist. Der Barockaltar wurde 1956 durch die Firma
Zimmermann in Angelmodde renoviert.
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Nach de Liturgiereform, die das Zweite Vatika- nische Konzil (1965) beschlossen hatte, wur- de ein Zelebrationsaltar aus schwarzem Marmor
vor dem Hochaltar er- richtet, die Kommunion- bank vor den Stufen zum Hochaltar entfernt und rechts und links Ambos für Lesung und Evangelium, ebenfalls aus schwarzem Marmor, errichtet.
Im
rechten Chorraum hing die aus der alten Kirche stammende Strahlenmadonna, um- geben von 30 kleinen und 6 großen 'Perlen' des Rosenkranzes. Heute hängt die Strah- lenmadonna in der hinteren Hälfte
der Kirche über dem Mittel- gang, so dass sich beide
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unterschiedlich gestalteten Seiten betrachte lassen. Die Madonna mit dem Christuskind, über eine Mondsichel stehend, ist auf der einen Seite darge-
stellt als Königin, und auf der Rückseite trägt dieselbe Figur statt einer Krone nur einen schlichten Goldreifen.
Aus der alten Kirche kamen weiter zur Aufstellung ein barocker Taufbrunnen, ein Ölgemälde
vom hl. Dionysius, die Pieta (Darstellung der Schmerzhaften Mutter Gottes), ein barockes Wandkreuz und die Figuren vom Hl. Josef und der Mutter Gottes aus der Zeit um 1900, die rechts und links vom Barock- altar
ihre Aufstellung fanden. Ferner wurde die barocke Silberampel für das Ewige Licht im Chorraum aufgehängt.
Nicht übernommen für die neue Kirche wurden die beiden wertvollen Seiten- altäre (ein Altar
befindet sich heute in der Privatkapelle des Weihbischofs in Vechta), die barocke Kanzel (verschenkt an das Franziskanerkloster in Warendorf) und die beiden Barockbeichtstühle (vergeben an die Kirche St. Johannes
in Sassenberg). Die Orgel von 1777 gab man für wenig Geld in Zahlung. Nur der Orgelprospekt konnte durch die Vermittlung des Landes- konservators gerichtlich sichergestellt werden. Er befindet sich heute in der
Kirche in Gravenhorst. Die Weggabe dieser Kulturgüter ist für uns heute unverständlich.
Als Gegengewicht zu dem sehr hohen Altar schuf der Künstler Dinnendahl aus Telgte das große Fenster an der
Portalseite. In einem auf rot, blau und grün, mit sparsam silbern glänzenden Kreuzen abgestimmten Glasteppich, steht in der Mitte die Mutter Gottes mit dem Jesuskind, flankiert von dem Evangelisten Johannes und
Johannes dem Täufer. Das Fenster besteht aus 72.000 einzelnen Glasstücken und kostete 25.000,00 DM.
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Die neue Kirche erhielt eine aus vielen älteren Einzelstücken zusammengesetzte Orgel von 18 Registern. Sie mußte aber schon 1981 durch
eine neue Orgel ersetzt werden. Der Spieltisch der 1. Orgel fand seine Aufstellung in dem Raum über der Sakristei. Die Orgel- pfeifen schmückten links und rechts den Eingang der Kirche. 1975 wurde für
eine neue Orgel und den Chor am Eingang der Kirche eine Empore errichtet. Die neue Orgel mit 28 Registern und ca. 2.000 Orgelpfeifen aus Metall und Holz bekam einen Prospekt, der das große Portal-
fenster stark verdeckt. Der bisherige Orgelraum über der Sakristei wurde 1981 zur Werk- tagskapelle umgebaut.
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Zwei Glocken der alten Kirche, die Marienglocke in d und die Dionysiusglocke in h, übernahm man für den neuen Kirchbau. Die Marienglocke stammt aus
dem Jahre 1881. Die Dionysiusglocke von 1881 mußte im 2. Weltkrieg abge- geben werden und wurde 1951 neu angeschafft.
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Im Jahre 1964 erhielt die Kirche vier neue Glocken: Die Petrusglocke (Ton D; 1.500 kg), die Paulusglocke (Ton E; 1.080 kg), die Jo-
hannesglocke (Ton G; 700 kg) und die Chris- tusglocke (Ton A; 260 kg). Die vorhandene Dionysius- glocke (Ton H; 255 kg) wurde als 5. Glocke dem Geläute eingefügt. Die alte Marienglocke (Ton D; 185
kg) konnte mit Rücksicht auf die Tonfolge der evangelischen Kirche nicht mehr verwendet werden, und man verschenkte sie nach Westerkappeln.
Die Einweihung der Dionysiuskirche erfolgte am 5. und
6. November 1955. Die Gesamtkosten des Kirchbaus beliefen sich auf 355.634,00 DM. Für den Neubau gab die Diözese 130.000,00 DM aus Kirchensteuermitteln. Die Gemeinde er-
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brachte 152.243,00 DM. Der Rest wurde durch Spenden und Anleihen auf- gebracht. Die neue Kirche erhielt den Namen des früheren Patrons: St. Dio-
nysius. Die Bronzestatue, rechts vom Hauptportal, erinnert an den Schutz- heiligen der katholischen Kirche von Recke. Sie wurde geschaffen von Josef Krautwald im Jahre 1992.
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Fünfzig Jahre nach der Errichtung der dritten Dionysiuskiche erfolgt gegenwärtig eine umfassende Renovierung und Neugestaltung des
Kirchraums. Nicht nur die Technik (Elektrik, Heizung, Beleuchtung, Beschallung) wird auf den heutigen Stand gebracht, auch der Innen- raum der Pfarrkirche bedarf dringend einen neuen Anstrich. Auch der
Kirchraum soll mit einer neuen Altarinsel den heutigen liturgi- schen Erfordernissen angepasst werden. Viele Gemeindemitglieder beteiligen sich durch Spenden oder freiwillige Arbeitsstunden an der
großen Aufgabe, damit die ganze Gemeinde im Jubiläumsjahr 2005 sich über ein schönes und würdiges Gotteshaus freuen kann.
Mehr über die Kirchraumneugestaltung finden Sie hier.
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INHALT
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Geschichte Ein Streifzug durch die
Geschichte der Pfarrgemeinde
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Rundgang Kommen Sie mit auf einen
virtuellen Rundgang durch unsere Pfarrkirche
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Service
Gruß-eMails ver- senden, Forum, Gästebuch, Web-Voting und mehr...
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