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Jürgen Heukamp wird neuer Pfarrer von St. Dionysius Recke
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Von Dionysius nach Dionysius - Pfarrer Jürgen Heukamp bleibt dem Namenspatron seiner bisherigen Pfarrei treu. Nach 20 Jahren Dienst als
Pfarrer von St. Dionysius Seppenrade bei Lüdinghausen wird er zum 1. Advent 2011 als Nachfolger von Domkapitular Ludger Jonas als Pfarrer von St. Dionysius Recke in sein Amt eingeführt. Auf einer
Versammlung im Recker Dio-Jugendheim, zu der Dechant Rainer B. Irmgedruth aus Mettingen die Pfarrgemeinderäte und Kirchenvorstände von St. Dionysius und S. Philippus und Jacobus Steinbeck am Freitag, 27. Mai
eingeladen hatte, stellte sich der neue Seelsorger den Gremien beider Pfarreien vor.
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Freuten sich am Abschluss des Gesprächs auf
eine gute Zusam- menarbeit (v.l.n.r.): Elisabeth Kleine-Haermeier, Pfarrgemeinderats- vorsitzende St. Dionysius; Dechant Rainer B. Irmgedruth; Diakon Michael Spliethoff, St. Dionysius; Pfarrer Jürgen Heukamp;
Elisabeth Keller, stellv. Vorsitzende Kirchenvorstand St. Philippus u. Jacobus, P. Santiago Rajakumar MSFS, St. Dionysius; Alfred Bücker, Pfarrgemeinde- ratsvorsitzender S. Philippus u. Jacobus; Hans-Dieter Hamers,
stellv. Vorsitzender Kirchenvorstand St. Dionysius.
Der Dechant des Dekanats Mettingen, Pfarrer Rainer B. Irmgedruth freute sich zu Beginn der Veranstaltung über die zahlreichen Vertreter beider Gemeinden
und deutete dies als ein großes Interesse an der Frage, wer beide Pfarreien künftig in die Fusion gemäß des Strukturplans des Bistums Münster führen soll. Dieser Prozess wird dann starten, wenn der derzeitige
Steinbecker Pfarrer Hartwig Thyl in den Ruhestand tritt.
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Das Plenum im Dio-Jugendheim war am
Freitagabend gut besetzt: Fast alle gewählten Vertreter der Gremien aus Recke und Steinbeck waren gekommen.
Pfarrer Jürgen Heukamp sagte schmunzelnd zu Beginn seiner Vorstellung, er wisse nicht, ob er
entfernt verwandt mit dem Recker Emeritus Werner Heukamp sei. Dieser sei davon überzeugt, und dann müsse das wohl auch stimmen, denn er sei ja ein ausgewiesener Heimatforscher. Bezüge zur Region hat der in
Münster geborene und aufgewachsene Jürgen Heukamp auf alle Fälle, so habe sein Großvater einen Hof in Ibbenbüren gehabt, dort, wo jetzt das Ibbenbürener Rathaus stehe.
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Verfolgten aufmerksam die Ausführungen von
Pfarrer Heukamp: Elisabeth Kleine-Harmeier (im Vordergrund), Dechant Rainer B. Irmgedruth, Alfred Bücker, Diakon Michael Spliethoff und Mechthild Herkenhoff.
Nach 20 Jahren seelsorgerischer Dienst in der
Pfarrei St. Dionysius in Seppenrade bei Lüdinghausen wolle er dem Wunsch des Bischofs entsprechen und nach Recke wechseln. Natürlich falle ihm der Abschied nach so vielen Jahren nicht leicht, sagte Heukamp. Deshalb
sei es ihm ein Anliegen, bis zum Antritt seiner neuen Pfarrerstelle sich Zeit für gute Gespräche und für einen guten Abschied von der Gemeinde und ihren Gruppen und Verbänden zu nehmen.
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„Kirche kann man nur gemeinsam sein, deshalb
ist mir wichtig, mich mit vielen Menschen auf den Weg zu begeben”, sagte Pfarrer Jürken Heukamp auf die Frage nach seinem pastoralen Konzept.
Ihm liege sehr an einer lebendigen Kirchengemeinde, deshalb
wolle er auf Menschen und Gruppen in der Pfarrei zugehen und zum Engagement für die Kirche ermuntern, sagte der 56jährige Heukamp und ging in herzer- frischender Offenheit auf die von den Gremienmitgliedern
gestellten Fragen ein. Die geplante Fusion der Recker und Steinbecker Gemeinden stelle sicher eine Herausforderung dar, der er sich gerne gemeinsam mit den Gemeindemitgliedern stellen wolle. Dabei denke er nicht an
ein starres Seelsorgekonzept für beide bisher eigenständigen Gemeinden, sondern es müssten die je gewachsenen Eigenheiten der Recker und Steinbecker Pfarreien berücksichtigt werden. Er sei fest davon überzeugt, das
dies gut gelingen könne. Er habe sich im Internet über die Gemeinde St. Dionysius schon etwas informiert informiert und sei beeindruckt von der Lebendigkeit und Vielfalt der gemeindlichen Gruppen und Verbände. Das
werde ihm den Einstieg leicht machen.
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Nach der Vorstellung gab es eine
Personaldebatte unter der Leitung von Alfred Bücker und Elisabeth Kleine-Haermeier in Abwesenheit von Pfarrer Heukamp. Man war sich sehr schnell einig: „Der passt für Recke und Steinbeck”.
Nach seinen
Hobbys gefragt, outete sich Pfarrer Heukamp als beken- nender Mountain-Bike-Fahrer. Damit lasse sich eine Gegend am besten erkunden, und auch in Recke wolle er täglich auf das Rad steigen. Seine zweite Leidenschaft
sei die Modellbahnerei, allerdings habe ihm dazu in den letzten Jahren zumeist die Zeit gefehlt. Wie er es denn mit dem Fußball halte, war eine weitere „Gretchenfrage”. Er ließ sich nicht zu einer Aussage verleiten,
ob er denn königsblauer Schalkefan sei oder sein Herz mehr für schwarz-gelb Borussia schlage oder gar für Grün-Weiß Steinbeck oder den TUS Recke. Schließlich könnten beide Gemeinden im Unterschied zu Seppenrade mit
Kerstin Garefreikes und Simon Rolfes auf Spieler im Nationaldress verweisen. Da könne Seppenrade zwar nicht mithalten, aber es trage immerhin den ehrenden Titel „Rosendorf”.
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Nach der einstimmigen Befürwortung durch die
anwesenden Gemeinde- vertreter dankte ein sichtlich gerührter Pfarrer Jürgen Heukamp für den „überwältigenden Vertrauensvorschuss”. Annette Peters vom Pfarrge- meinderat St. Dionysius überreichte ihm am Ende des
Vorstellungsge- sprächs die „Informationsmappe für Neuzugezogene” mit vielen Infor- mationen über Gruppen und Aktivitäten sowie sozialen und pastoralen Angeboten der Pfarrgemeinde.
Nach Vorstellung und
Befragung von Pfarrer Heukamp gab es ein ein internes Gespräch der Gemeindevertreter unter Leitung von Alfred Bücker und Elisabeth Kleine-Harmeier. Bei der „Personaldebatte” wurde schnell deutlich, dass Jürgen
Heukamp einen äußerst positiven Eindruck bei allen Versammlungsteilnehmern hinterlassen hatte. „Mein Bauchgefühl sagt, er ist der richtige Pfarrer für uns”, lautete die spontane Aussage einer Teilnehmerin, der sich
viele andere anschlossen. Das Ergebnis der Beratung war ein einstimmiges Votum der Kirchen- vorstände und Pfarrgemeinderäte beider Gemeinden. „Das ist ja schon fast wie ein sozialistisches Abstimmungsergebnis”,
schmunzelte ein Delegierter.
Dechant Irmgedruth informierte zum Abschluss der Versammlung das weitere Verfahren. Nachdem Pfarrer Heukamp sich nunmehr eindeutig entschieden habe, nach Recke zu kommen, werde
der Personalreferent des Bischofs, Domkapitular Hans-Bernd Köppen vom Votum beider Gemeinden am Samstag, 28.5. informiert. Pfarrer Heukamp werde am Samstag die Gremien der Seppenrader Dionysiusgemeinde von seinem
Wechsel in Kenntnis geben. In den Gottesdiensten am Samstagabend und am Sonntag, 29.5. werden dann die Gemeinden in Recke, Steinbeck und Seppenrade informiert.
Nachdem Domkapitular Jonas im September nach
Hamm-Bockum Hövel wechseln wird, ist vorgesehen, dass Pfarrer Heukamp am 1. Adventssonntag in sein neues Amt in Recke eingeführt wird. Die Zeit der Vakanz im Recker Pfarrhaus wird also erfreulich kurz sein.
Text und Fotos: Johannes K. Rücker
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