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Etwa 100 Festgäste, darunter Kirchenvorstände und Presbyterien der beteiligten Kirchengemeinden, die Bürgermeister und Ortsvorsteher aus
Recke und Hopsten, Vertreter aus Politik, Vereinen und Verbänden nahmen am Samstag, 27. Januar 2007 am Festakt zur Gründung der Hospizstiftung Haus St. Benedikt teil. In seiner Festansprache machte der Schirmherr
der neuen Stiftung, Weihbischof Prof. Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst deutlich, dass die Förderung der Hospizarbeit durch die Hospizstiftung ein wichtiges Zeichen dafür sei, dass für Christen der Tod nicht das
Ende, sondern der Beginn einer neuen Existenz des Menschen ist.
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Zu Beginn des Festakts begrüßte Dechant Ludger Jonas die anwesenden Gäste, die in das Haus St. Benedikt am Wall gekommen waren.
Er freue sich, dass alle katholischen und evangelischen Kirchengemeinden von Recke und Hopsten sich an der Gründung der Stiftung beteiligen und damit ein gutes Beispiel konkreter ökumenischer Zusammenarbeit zeigten.
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Kirchenvorstandsmitglied Jo- hannes K.
Rücker, der für die Pfarrei St. Dionysius in das Kuratorium der Stiftung ent- sandt wird, ging in seiner Ansprache auf den Stiftungs- gedanken ein: Die Hospizstif- tung sei auf Dauer angelegt. Das ihr
durch die Gründungs- mitglieder sowie weitere Spen- den und Zustiftungen zufließen- de Kapital
werde nicht ver- braucht, sondern ertragsorien- tiert angelegt. Aus den Erträ- gen, die aus diesem Kapital er- wirtschaftet werden, soll die Hospizarbeit der bestehenden Hospizbewegung Raphael unter- stützt werden.
Pfarrdechant Ludger Jonas führte durch
das Programm der Festveranstaltung.
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Mit einem Grund- kapital von insge- samt 47.500 Euro sei ein erster Grundstock für die Stiftung gebildet, der in den nächs- ten
Jahren weiter ausgebaut werden müsse.
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Johannes K. Rücker vom Kirchenvorstand St. Dionysius kenn- zeichnete die Stiftung als ein gutes Beispiel
bürgerschaftlichen Engagements.
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Dr. Josef Goecke von der Hospizbewegung Ibbenbüren, einer der Initiatoren der Hospizstifung in Recke, erinnerte in seinem Grußwort daran,
dass das frühere St. Benedikt-Hospital in Recke und das St. Anna-Hospital den Hospiz- gedanken schon vor mehr als 100 Jahren in unserer Region aufgegriffen hätten. Die Hospizstiftung setze in gewisser Weise diese
Arbeit in unserer Region ortsnah fort.
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Pastorin Elke Böhne von der evangelischen Kirchengemeinde Recke
ging auf ihre eigenen Erfahrungen als Vikarin in der Krankenhausseelsorge ein. Hier habe sich in der seelsorgerischen Begleitung sterbender Menschen gottsei- dank in den letzten Jahrzehnten vieles zum positiven
gewandelt. Gleichwohl sei der Tod immer noch ein gesellschaftliches Tabu, dem durch die Hospizstiftung entgegengewirkt werden könne.
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Pastorin Elke Böhne bei ihrem Grußwort. Auch die evangelische Kirchengemeinde Recke ist Gründungsmitglied der Hospizstiftung.
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Die politischen Gemeinden Recke und Hopsten begrüßen und unterstützen die neue Hospizstiftung, das betonte Reckes Bürgermeister Josef Plumpe
in seinem Grußwort. Neben dem Hopstener Bürgermeister Wilfried Pohlmann und den Ortsvorstehern aus Hopsten, Halverde und Schale waren auch Vertreter
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der Recker Rats- fraktionen zur Feierstunde in das Haus St. Benedikt gekommen.
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Bürgermeister Josef Plumpe wünschte der Stiftung Erfolg für ihre Aufgaben in der Förde- rung der Hospizarbeit.
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Annegret Wissing, Leiterin des Pflegedienstes im Haus St. Benedikt, ging in ihrem Grußwort auf die Arbeit der Hospiz- bewegung
Raphael ein.
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Annegret Wissing bei ihrem Grußwort.
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47.500 Euro seien eigentlich ein „krummer” Betrag, der unbedingt aufgestockt werden müsse, sagte Pfarrer Johannes Söntgerath aus Hopsten in
einem spontanen Redebeitrag. Aus einer Stiftung, die früher mittelose Kranke im Hopstener St.-Anna-Hospital unterstütze, sagte er unter Beifall der Anwesen- den eine Aufstockung des Gründungskapitals auf „runde”
50.000 Euro zu.
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Pfarrer Söntgerath überraschte die Anwesenden durch eine weitere Finanzierungs- zusage.
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Einen beeindruckenden musikalischen Rahmen der Feierstunde boten Swetlana Gibner (Querflöte), Oksana Shelyazhenko (Gitarre) und Lulzim
Bucaliu (Klari- nette) mit Werken von Wenzeslaus Matiegka, Johann Joachim Quantz, Napoleon Coste, Niccolo Paganini und Joseph Kreutzer.
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Swetlana Gibner, Oksana Shelyazhenko und Lulzim Bucaliu (von links nach rechts) gaben der Feierstunde mit ihrer virtuosen
Musik einen festlichen Rahmen.
Alle Fotos: Jan-Herm Janßen
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Zum Abschluss des Gründungsakts wurde die Errichtungsurkunde der Hospiz- stiftung von den Vertretern der katholischen Kirchengemeinden St.
Dionysius (Recke), St. Philippus und Jacobus (Steinbeck), St. Georg (Hopsten), St. Peter und Paul (Halverde) und den evangelischen Kirchengemeinden Recke und Schale unterzeichnet. Weihbischof Dr.
Tebartz-van-Elst trug sich als Schirmherr ebenfalls in die Urkunde ein. In das sechsköpfige Kuratorium der Stiftung wurden entsandt: Johannes K. Rücker (St. Dionysius Recke), Elisabeth Keller (Steinbeck), Heinz
Wallmeier (Hopsten), Hildegard Gößling (Halverde) und Martina Korporal (ev. Kirchen- gemeinde Recke). Ein Vertreter der evangelischen Kirchengemeinde Schale wird noch durch das dortige Presbyterium benannt.
Neben der Ibbenbürener Volkszeitung berichtete auch das Landesstudio Münster in seiner Sendung „Lokalzeit” über die Gründung der
Hospizstiftung.
Weiter Informationen finden sich auf der Homepage der Stiftung unter www.hospizstiftung-benedikt.de.
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INHALT
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