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Schnatgang
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Schnatgang 2011

„Schnatgang” - das bedeutet so viel wie Grenzbegehung. Früher dienten Waldschneisen, Bäche, Hecken oder Gräben als Grenzmarkierung. Die Eigentümer der Ländereien und Grundstücke gingen in regelmäßigen Zeitabständen diese Grenzen ab, um zu sehen, ob alles seine Ordnung hat und die Grenzsteine oder sonstigen Markierungen der Ländereien noch an ihrem Ort standen.
Heute sind Schnatgänge in einigen westfälischen Orten und im Osnabrücker Raum eine immer noch gepflegte Tradition. Am Freitag, 29. Juli 2011 trafen sich die Mitglieder des Kirchenvorstands von St. Dionysius, um gemeinsam mit Pastor Ludger Jonas die zur Kirchengemeinde gehörenden Ländereien zu besichtigen.

Schnatgang 2011

Beim Schnatgang wurde auch der Friedhof Am Wall in Augenschein genommen.

Bis zum 17. Jahrhundert dienten zur Markierung auch eigens gepflanzte Bäume, in die man mit der Axt ein Kreuz hineinschlug, dann ging man zur Verwendung von Grenzsteinen (Hütesteinen) über. Diese bestanden häufig aus einem anderen Material als die Gesteine aus der Umgebung, damit man die Grenzsteine besser von den natürlichen Steinen unterscheiden konnte.

Schnatgang 2011

Auch Wald gehört zum Besitz der Kirchengemeinde St. Dionysius.

Nach der abgeschlossenen Flurbereinigung gehören heute der Kirchen- gemeinde ca. 69 Hektar Grund und Boden, davon sind über 40 ha dem Haus St. Benedikt, dem früheren Krankenhaus und heutigem Altenheim zugeordnet. Zumeist wurden diese Grundstücke als Erbe oder als Schenkung der Kirchengemeinde übereignet, in der Regel verbunden mit der Auflage, die Erträge aus diesen Grundstücken für soziale Aufgaben zu verwenden. So ermöglichte z.B. eine Schenkung von Benedikt Huster (1821 - 1895), der einen Bauernhof der Kirchengemeinde im Wert von 30.000 Mark in seinem Testament bedachte, die Errichtung und Unterhaltung des damaligen Krankenhauses.

Schnatgang 2011

Eigentlich war der Schnatgang eine „Schnatfahrt” mit dem Fahrrad, um die z.T. auseinander liegenden Grundstücke besichtigen zu können.

Die der Kirchengemeinde gehörenden Grundstücke sind z.T. als landwirt- schaftliche Flächen verpachtet, z.T. als bebaute Grundstücke in Erb- pacht vergeben. Die Einkünfte aus den Pachtzinsen werden für die vielfältigen sozialen Aufgaben der Pfarrgemeinde verwendet.


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