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Pfarrversammlung zur Fusion der Recker Pfarrgemeinden
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„Wir fühlen uns wie ein junges Ehepaar, das sein erstes
Weihnachts- fest zusammen feiert.” So umschrieb die Pfarrgemeinderats- vorsitzende Elisabeth Kleine-Harmeier in der Pfarrversammlung am Sonntagnachmittag die Situation im Hinblick auf das Zusammengehen der Gemeinden
St. Dionysius und St. Philippus und Jacobus. Jeder habe seine Traditionen, man müsse erst einen gemeinsamen Weg finden.
„Der Bischof will uns mit den neuen Strukturen einen Halt geben,
damit Gemeindeleben auch in Zukunft möglich bleibt”, erklärte Pastor Ludger Jonas und beschrieb den jetzigen Standort auf dem Weg zu neuen pastoralen Räumen: „Wir sind vor Jahren gefragt worden und haben unsere
Meinung abgegeben. Damals hat der Pfarrgemeinderat schon für ein Zusammengehen mit Steinbeck votiert.” Er sieht in dem Prozess auch eine Möglichkeit, das Profil von Kirche zu schärfen.
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Informationen über den jetzt
beginnenden Fusionsprozess gaben (v.l.) Benno Oelgemöller, Claudia Attermeier, Elisabeth Kleine-Harmeier, Pastor Ludger Jonas und Gerhard Athmer.
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Benno Oelgemöller stellte in einer Präsentation den neuen
pastoralen Raum Recke-Steinbeck in den größeren Zusammenhang der münsterschen Ortskirche: Recke liege voll im Trend, die Zahl der Gemeindemitglieder und der sonntäglichen Gottesdienstbesucher, der Taufen und
Trauungen ginge zurück. Die Zahl der Kirchenaustritte nähme zu, die der Beerdigungen bleibe konstant.
Rechne man die Zahlen hoch, dann gingen bis 2020 die Zahl der Priester um 30 Prozent und die
Kirchenbesucher um 26 Prozent zurück. Diese Zahlen waren den Pfarrgemeinderatsmitgliedern und Kirchenvorständen auf der Informationsveranstaltung auf Kreisdekanatsebene vorgestellt worden.
Pastor Jonas
betonte, dass im ländlichen Raum der Bischof kleinere Einheiten vorsehe als in den Städten mit Pfarreien von 20000 bis 30.000 Christen. Es bliebe auch genügend Zeit, niemand der Hauptamtlichen würde gegen seinen
Willen versetzt. „Der Bauplan ist von außen vorgegeben, wir müssen jetzt suchen, wie wir den Bau von innen mit Leben füllen”, leitete Claudia Attermeier die Aussprache über die Pläne des Bistums ein.
Gibt es
in den beiden Pfarrgemeinden derzeit zwei Diözesanpriester und einen Weltkirchenpriester und einen Pastoralreferenten, so sollen es den neuen Plänen zufolge ein Diözesanpriester, ein Weltkirchenpriester und zwei
Pastoralreferenten sein.
Pastor Jonas hob den zusätzlichen Pastoralreferenten noch besonders hervor. In dem neuen Konzept sei die Schulseelsorge an der Fürstenberg- Schule der Gemeinde Recke zugeordnet.
Es sehe darin einen großen Vorteil und erwarte Synergieeffekte für die Jugendarbeit in Steinbeck und Recke.
Die sehr interessierten Zuhörer im Saal sahen die Fusion als gegeben an und konnten ihr auch
durchaus Chancen abgewinnen. „Es ist gut, dass wir zuerst einen Pastoralplan erstellen und die von uns erstrebte offene und einladende Gemeinde beschreiben”, sagte Benno Oelgemöller. Dann erst werde über die
Immobilien gesprochen und über die Gottesdienstzeiten.
Die beiden Gemeinden bleiben unter dem Dach der neuen Pfarrei bestehen und dort erhalten, wo sie lebendig, anziehend und einladend wirken. „Den Mutigen
gehört die Welt. Nehmen wir mutig die Herausforderung an”, beschloss Claudia Attermeier die Diskussion, die sie zusammen mit Gerhard Athmer geleitet hatte. „Wir haben das Heft jetzt in der Hand.”
TEXT UND FOTO: Dr. NORBERT HECKER
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