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Beim Nahen des Ostertags kommt Christus, der Auferstandene, zu seiner wartenden Gemeinde; er vereint im Geheimnis der Taufe neue und alte
Glieder seines Leibes und lädt alle an den Tisch, dass sie mit ihm das österliche Siegesmahl feiern.
Die Botschaft der Engel im leeren Grab
Am ersten Tag der Woche gingen die Frauen mit den
wohlriechenden Salben, die sie zubereitet hatten, in aller Frühe zum Grab. Da sahen sie, dass der Stein vom Grab weggewälzt war; sie gingen hinein, aber den Leichnam Jesu, des Herrn, fanden sie nicht. Während sie
ratlos dastanden, traten zwei Männer in leuchtenden Gewändern zu ihnen.
Die Frauen erschraken und blickten zu Boden. Die Männer aber sagten zu ihnen: „Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht
hier, sondern er ist auferstanden. Erinnert euch an das, was er euch gesagt hat, als er noch in Galiläa war: Der Menschensohn muss den Sündern ausgeliefert und gekreuzigt werden und am dritten Tag auferstehen.”
Da erinnerten sie sich an seine Worte. Und sie kehrten vom Grab in die Stadt zurück und berichteten alles den Elf und den anderen Jüngern. Es waren Maria Magdalene, Johanna und Maria, die Mutter des
Jakobus; auch die übrigen Frauen, die bei ihnen waren, erzählten es den Aposteln.
Doch die Apostel hielten das alles für Geschwätz und glaubten ihnen nicht. Petrus aber stand auf und lief zum Grab. Er
beugte sich vor, sah aber nur die Leinenbinden (dort liegen). Dann ging er nach Hause, voll Verwunderung über das, was geschehen war.
(Evangelium nach Lukas, Kapitel 24)
Die Osterzeit
Die österliche Freude dauert nicht nur wenige Tage, sie wird sieben Wochen lang gefeiert und am fünfzigsten Tag („Pfingsten”) abgeschlossen. Die Freude äußert sich in dem besonderen Lied dieser Zeit, dem
Halleluja (hebräisch = lobt Gott). Bei allen Gottesdiensten in der österlichen Festzeit brennt die Osterkerze und macht die Gegenwart des Auferstandenen in seiner Gemeinde bewusst.
In dieser Zeit der
Erfüllung liest die Kirche nur aus Büchern des Neuen Testaments (vor allem Apostelgeschichte und Offenbarung, dazu Kolosser- brief und erster Petrusbrief). Ihren besonderen Charakter erhalten die einzelnen Sonntage
durch das Evangelium: das Bekenntnis des Tomas zu Christus, die Erscheinungen des Auferstandenen, der gute Hirt, der wahre Weinstock, die Verheißung des Heiligen Geistes.
Am vierzigsten Tag feiert die Kirche
das Fest Christi Himmelfahrt ent- sprechend dem Bericht der Apostelgeschichte, dass Jesus als unser Anwalt zur Rechten des Vaters erhöht ist. Durch seinen Geist, den uns Christus am Pfingsttag gesandt hat, um seine
Kirche vor aller Welt zu offenbaren, bleibt und wirkt er in ihrer Mitte bis ans Ende der Zeit. Er ruft sie Sonntag für Sonntag zusammen, damit sie, von seinem Geist erfüllt, seinen Dienst an der Welt weiterführt zur
Ehre des Vaters.
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