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Ostern
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Das Grab ist leer, der Held erwacht...

...der Heiland ist erstanden. Da sieht man seiner Gottheit Macht, sie macht den Tod zuschanden. Ihm kann kein Siegel, Grab noch Stein, kein Felsen widersteh’n...

Mit diesem bekannten Jubellied drückt die Gemeinde ihre Freude in den Oster-Gottesdiensten aus.
 
 
Die Osternacht

In den alttestamentlichen Lesungen der Osternachtliturgie wird deutlich:

In der Osternacht wurden Israels Erstgeborene durch das Blut des Lammes vor dem Würgengel bewahrt.

In der Osternacht zog das Volk Israel auf dem Weg ins versprochene Land mitten durch das Rote Meer und wurde aus der Macht seiner Feinde errettet.

In der Osternacht durchschritt Christus das Meer des Leidens und gelangte in der Auferstehung mit den Seinen in das Reich des Lebens.
Im Wasser der Taufe hat der Christ denselben Weg begonnen. Darum versammelt sich in der Osternacht die Gemeinde, um neue Zuversicht zu gewinnen, dass sie mit Christus an das Ziel der Pilgerschaft gelangen wird. So erfährt sie in dieser heiligsten Nacht das Ostergeheimnis in seiner ganzen Fülle:

Die Feier der Osternacht ist als Nachtwache gestaltet. Wie die Knechte im Gleichnis (Lk 12,35ff) warten wir, das brennende Licht in der Hand, bis der Herr kommt und uns an seinen Tisch lädt.
Die Feier wird eröffnet mit dem festlichen Anzünden des Lichtes. Den Kern der Nachtwache bildet ein langer Wortgottesdienst.

Die Osterkerze

Die Osterkerze ist Symbol für den auferstandenen Christus - das Licht der Welt. In der Mitte der Kerze ist das Kreuz mit den Zeichen Alpha und Omega und der Jahreszahl 2009. Die fünf roten Nägel an den Enden und in der Mitte des Kreuzes symbolisieren die Wunden Jesu.

Osterkerze

Im Chorraum vor dem Hochaltar steht neben der Osterkerze das Becken mit dem Taufwasser, das in der Osternacht geweiht wurde.

Beim Nahen des Ostertags kommt Christus, der Auferstandene, zu seiner wartenden Gemeinde; er vereint im Geheimnis der Taufe neue und alte Glieder seines Leibes und lädt alle an den Tisch, dass sie mit ihm das österliche Siegesmahl feiern.

Die Botschaft der Engel im leeren Grab

Am ersten Tag der Woche gingen die Frauen mit den wohlriechenden Salben, die sie zubereitet hatten, in aller Frühe zum Grab. Da sahen sie, dass der Stein vom Grab weggewälzt war; sie gingen hinein, aber den Leichnam Jesu, des Herrn, fanden sie nicht. Während sie ratlos dastanden, traten zwei Männer in leuchtenden Gewändern zu ihnen.

Die Frauen erschraken und blickten zu Boden. Die Männer aber sagten zu ihnen: „Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht hier, sondern er ist auferstanden. Erinnert euch an das, was er euch gesagt
hat, als er noch in Galiläa war: Der Menschensohn muss den Sündern ausgeliefert und gekreuzigt werden und am dritten Tag auferstehen.”

Da erinnerten sie sich an seine Worte. Und sie kehrten vom Grab in die Stadt zurück und berichteten alles den Elf und den anderen Jüngern.
Es waren Maria Magdalene, Johanna und Maria, die Mutter des Jakobus; auch die übrigen Frauen, die bei ihnen waren, erzählten es den Aposteln.

Doch die Apostel hielten das alles für Geschwätz und glaubten ihnen nicht.
Petrus aber stand auf und lief zum Grab. Er beugte sich vor, sah aber nur die Leinenbinden (dort liegen). Dann ging er nach Hause, voll Verwunderung über das, was geschehen war.

(Evangelium nach Lukas, Kapitel 24)


Die Osterzeit

Die österliche Freude dauert nicht nur wenige Tage, sie wird sieben Wochen lang gefeiert und am fünfzigsten Tag („Pfingsten”) abgeschlossen. Die Freude äußert sich in dem besonderen Lied dieser Zeit, dem Halleluja (hebräisch = lobt Gott). Bei allen Gottesdiensten in der österlichen Festzeit brennt die Osterkerze und macht die Gegenwart des Auferstandenen in seiner Gemeinde bewusst.

In dieser Zeit der Erfüllung liest die Kirche nur aus Büchern des Neuen Testaments (vor allem Apostelgeschichte und Offenbarung, dazu Kolosser- brief und erster Petrusbrief). Ihren besonderen Charakter erhalten die einzelnen Sonntage durch das Evangelium: das Bekenntnis des Tomas zu Christus, die Erscheinungen des Auferstandenen, der gute Hirt, der wahre Weinstock, die Verheißung des Heiligen Geistes.

Am vierzigsten Tag feiert die Kirche das Fest Christi Himmelfahrt ent- sprechend dem Bericht der Apostelgeschichte, dass Jesus als unser Anwalt zur Rechten des Vaters erhöht ist. Durch seinen Geist, den uns Christus am Pfingsttag gesandt hat, um seine Kirche vor aller Welt zu offenbaren, bleibt und wirkt er in ihrer Mitte bis ans Ende der Zeit. Er ruft sie Sonntag für Sonntag zusammen, damit sie, von seinem Geist erfüllt, seinen Dienst an der Welt weiterführt zur Ehre des Vaters.


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