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Neujahrsempfang im Clemens-August-Heim
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Am Sonntag, 23. Januar 2011 fand im Anschluss an die 10.30 Uhr- Messe der traditionelle Neujahrsempfang des Pfarrgemeinderats St.
Dionysius im Clemens-August-Heim statt. Die Pfarrgemeinde- ratsvorsitzende Elisabeth Kleine-Haermeier begrüßte die zahlreichen Gemeindemitglieder sowie Vertreter des öffentlichen Lebens und wünschte ein gutes und
gesegnetes neues Jahr 2011.
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Elisabeth Kleine-Haermeier, Pfarrgemeinderatsvorsitzende von St. Dionysius informierte über die wichtigsten Ereignisse des Jahres 2010
und warf einen Blick auf das vor uns liegende Jahr.
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Elisabeth Kleine-Harmeier dankte für die zahlreiche Unterstützung, die sie im vergangenen Jahr von den Mitgliedern des Pfarrgemeinderats
erhalten habe, so habe sie als Vorsitzende auch die notwendige Sicherheit für ihr Amt gewinnen können. „Das Jahr 2010 war überschattet von dem Skandal des sexullen Missbrauchs und wie mit Macht und Gewalt in der
Kirche umgegangen ist”, sagte Kleine-Haermeier. Viele hätten dieses Ereignis zum Anlass genommen, aus der Kirche auszutreten. Das sei schade und traurig zugleich, zeige aber auch den Vertrauensverlust, den die
Kirche durch diese Vorkommnisse erlitten habe. Dadurch sei auch der Ruf des Priesters in Mitleidenschaft gezogen worden. „Auch hier stellt man einen Wandel in unserer Gesellschaft fest: Es wird nichts mehr
wertgeschätzt und geachtet”, bedauerte die Pfarrgemeinderatsvorsitzende. Es werde in unserer Gesellschaft zu schnell und zu pauschal ein Urteil getroffen, ohne sich die notwendigen Hintergrundinformationen zu
besorgen. Kleine-Haermeier wies darauf hin, dass im Jahr 2011 viele Veränderungen bevorstehen. Auf Kreisdekanatsebene werden alle Vorsitzende der Pfarrgemeinderäte und Kirchenvorstände sowie die Seelsorger am 3.
Februar nach Emsdetten eingeladen, um sich über die strukturellen und personellen Veränderungen im Bistum Münster zu informieren. Kleine- Haermeier bat die Gemeinde um das notwendige Vertrauen, das für die
Gestaltung der bevorstehenden Aufgaben notwendig sei: „Ich wünsche mir eine offene, aber auch respektvolle Diskussion aller anstehenden Themen. Ich weiß, dass es schmerzhaft ist, wenn wir uns vielleicht von
liebgewordenen Gewohnheiten verabschieden müssen.” Zum Abschluss ihrer Ansprache gab die Pfarrgemeinderatsvorsitzende den Anwesenden eine Denksportaufgabe mit auf den Weg in das neue Jahr:
„Denk dir einen
Augenblick, Jesus wäre nicht da. Nimm das Kreuz von den Kirchen, von den Altären und aus den Herzen. Denke einen Augenblick, die Menschen wären vor 2011 Jahren belogen und betrogen worden. Es gäbe keinen Sohn
Gottes, es wäre kein Erlöser gekommen. Was dann? Dann hätten wir große Paläste, herrliche Schlösser, mächtige Bauten. Wir hätten Kunst und Wissenschaft. Aber die Gräber hätten keine Hoffnung und die Herzen wären
ohne Trost. Unsere Herzen wären dann letztlich nur Wüsten, denn sie hätten keine Antwort auf die Frage: Was ist der Sinn, was ist das Ziel?. Dann gleichen wir einer Mücke, die sich des Lebens freut, sie genießt den
herrlichen Sonnenstrahl - doch mit dem letzten Sonnenstrahl sinkt sie hinab ins Nichts. Aber Gott sei dank, gibt es eine Antwort auf die Frage: Was steht am Ende? Es gibt eine schlüssige und wunderbare Antwort, die
lautet: Dein Leben hat eine großartige Zukunft jenseits des Grabes!”
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Domkapitular Jonas, bekennender Borussia-Fan, sagte mit einem Schmunzeln, dass er einen Termin im Jahr 2011 in seinem Kalender fest
eingeplant habe: Die Meisterfeier in Dortmund.
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Pastor Ludger Jonas wünschte in seiner Ansprache der Gemeinde ein frohes und gesegnetes neues Jahr und Gottes Segen und Geleit für die vor
uns liegenden Monate und Tage des Jahres 2011. Es komme auch im neuen Jahr darauf an, deutlich zu machen, dass wir eine Hoffnung haben, dass Gott uns auf unseren Wegen begleitet. Jonas richtete seinen Dank an
alle in der Gemeinde, die im vergangenen Jahr ein lebendiges Zeugnis ihres Glaubens abgegeben und Gutes getan haben. Er drückte seine Freude darüber aus, dass seit der Mitte des vergangenen Jahres Pater Rajakumar
Santiagu in der Pfarrgemeinde wirkt und durch seinen biografischen und kulturellen Hintergrund einen Aspekt in das Glaubensleben unserer Gemeinde einbringt, der für uns alle eine Bereicherung bedeute. Jonas verwies
auch auf die von Dr. Hecker zusammengestellte Pfarrchronik 2010. Sie zeige das Bild einer vielfältigen und lebendigen Kirchengemeinde. Der Seelsorger gab auch einen Ausblick darauf, was im Laufe des Jahres 2011
ansteht, so z. B. die Visitation im Herbst im Zusammenang mit der Firmung durch Weihbischof Dr. Christoph Hegge. Der Pfarrgemeinderat sei auch dabei, einen Termin mit dem Weihbischof für eine Besichtigung des
Bergwerks abzustimmen, um auch die Lebens- und Arbeitswelt der Menschen unserer Region in den Blick zu nehmen. Für Recke ist die Zeche ein ganz wichtiger Standort, sagte Jonas. 60 Jahre Landjugend steht in diesem
Jahr auf dem Programm ebenso wie der Weltjugendtag in Madrid. Die Anmeldungen hierfür gehen derzeit bei Diakon Michael Spliethoff ein. Mit Blick auf den 3. Februar sagte Jonas, dass es ein Anliegen von Bischof Felix
sei, die Strukturfragen möglichst bald abzuschließen, damit die wichtigen Fragen der Seelsorge wieder erste Priorität haben. Es werde also darum gehen, wie die pastoralen Räume gestaltet werden können. Ende des
Jahres ist die Zentralrendantur aus Recke ganz nach Ibbenbüren umgezogen, deren Aufgaben nun vom Verband der Kirchengemeinden in den Dekanaten Mettingen und Ibbenbüren wahrgenommen werde. Wichtig war dabei, die
Arbeitsplätze aller Mitarbeiter der ehemaligen Recker Zentralrendantur abzusichern, allerdings bestehe für den Kirchenvorstand nunmehr die Aufgabe, neue Nutzungsmöglichkeiten für das nun leerstehende Gebäude an der
Vogteistraße zu finden, wo nach wie vor die Bücherei ihren Sitz hat. Der Kirchenvorstand sei auch dabei, das Haus St. Benedikt zukunfts- sicher zu machen, denn die Konkurrenz auf dem „Markt” der Altenpflege sei
groß. Das Haus, so betonte Jonas, sei unter der Leitung von Annegret Wissing und August Goecke sehr gut aufgestellt, ebenso gebe es ein engagiertes Mitarbeiterteam und zahlreiche ehrenamtlich Engagierte, die dem
Haus St. Benedikt eine besondere Qualität geben. Auch bei der liturgischen und künstlerischen Gestaltung der Kapelle auf dem neuen Friedhof sei die Pfarrgemeinde auf einem guten Weg. „Ich bin froh, dass unsere
Gemeinde einen eigenen Friedhof hat, denn hier können wir unseren Glauben und unsere christliche Hoffnung der Auferstehung in besonderer Weise zum Ausdruck bringen”, sagte Jonas.
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Christine Kusch stellte sich beim Neujahrsempfang als neue Organistin an St. Dionysius vor.
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Christine Kusch, gebürtige Ankumerin und in Merzen an der Schule tätig, ist ausgebildete C-Kirchenmusikerin, stellte sich der Pfarrgemeinde als Organistin
vor, die ihr Amt Anfang Februar in St. Dionysius übernehmen wird.
Reckes stellvertretender Bürgermeister Michael Pieper überbrachte die Neujahrsgrüße von Bürgermeister Kellermeier, Gemeinderat und Gemeindeverwaltung. Viele kommunale
Aufgaben, betonte Pieper, werden durch die Pfarrgemeinde St. Dionysius übenommen, so etwa die Kindergärten oder die Friedhofs- gestaltung. Dies verbinde die Pfarrgemeinde und die politische Gemeinde in besonderer
Weise, vor allem auch,was die U3-Betreuung der Kinder in der Gemeinde Recke angeht. Für den Ausbau des Friedhofs habe die Gemeinde 20.000 € in den Haushaltsplan eingestellt, der im Februar beraten und
beschlossen werden soll. Pieper sprach auch die finanziellen Probleme der Gemeinde Recke an, die durch die Kürzungen der Schlüssel- zuweisungen nun noch schlimmer als ursprünglich eingeschätzt seien. Dies sei eine
Herausforderung, die uns in den nächsten Jahren begleiten werde, sagte der Politiker.
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Die Gäste auf dem Neujahrsempfang
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Die Pfarrgemeinderatsmitglieder Maria Struck-Deters und Elisabeth Kampling berichteten vom ersten Jahr des neu gewählten Pfarrgemeinderats und ließen die
wichtigsten Höhepunkte aus dem Gemeindeleben Revue passieren.
Josef Oelgemöller und Heiner Niehoff führten einen Sketch auf, bei dem es um die Musik ging, jedoch wurden die mitgebrachten Instrumente - Geige und
Gitarre - nicht strapaziert, wohl aber die Lachmuskeln der anwesenden Gäste des Neujahrsempfangs.
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