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„Immer wieder habe ich in Gesprächen feststellen können, dass Pfarrer Hubert Kreft bei seinen ehemaligen Gemeindeangehörigen hoch angesehen
war und seine liebenwürdige, den Menschen zugewandte Art ihn zu einem echten Seelsorger gemacht hatte,” so Dechant Jonas.
So war Pfarrer em. Kreft auch bis zuletzt immer wieder gerne gesehener Gast in St.
Dionysius, so etwa 2006 bei der Jubiläumsfeier der Katholischen Frauengemeinschaft Recke (kfd) zu deren 100-jährigem Bestehen. Noch kurz vor seinem Tode hatte Pfarrer Kreft seine Verbundenheit durch seine Grüße zur
Verabschiedung des langjährigen Verwaltungsleiters des Hauses St. Benedikt, Karl Geßler, zum Ausdruck gebracht, auch wenn er aufgrund seiner Erkrankung nicht mehr persönlich nach Recke kommen konnte.
Die
Lebensdaten von Pfarrer em. Hubert Kreft: Am 31. Dezember 1929 wurde er
im Emsdetten geboren. Nach dem Besuch des Gymnasiums Dionysianum in Rheine verbrachte er seine Studienjahre im Priesterseminar Borromäum in Münster. Am 16. März 1957 wurde er – unter anderem zusammen mit Werner Heukamp, heute Pfarrer em. in Recke – von Bischof Dr. Michael Keller im Dom zu Münster zum Priester geweiht. Danach folgten Stationen als Kaplan in St. Gudula, Rhede von 1957 bis 1962 und als Regens im Hoppschen Konvikt in Emmerich von 1962 bis 1968.
1968 wurde Hubert Kreft Pfarrer von St. Dionysius, Recke, wo er 25 Jahre als Pfarrer wirkte. In den Zeitraum von 1968 bis 1993 fielen viele Änderungen im kirchlichen Leben der Gemeinde, Änderungen und
Reformen, die sich aus den Beschlüssen des II. Vatikanischen Konzils ergeben hatten. So erfolgte u. a. die Einführung der Vorabendmesse am Samstag. Dafür entfiel die Frühmesse um 6 Uhr am Sonntagmorgen.
Der
Neubau des Dionysius-Kindergartens gehörte zu den ersten Bauprojekten, die Pfarrer Kreft in Angriff nahm. Auch um den Erhalt des St.-Benediktus- Hospitals hat er sich mit großem Engagement eingesetzt: Die jährlichen
Kartoffelsammlungen und die Erträge der Jagdpacht machten 1974/76 den Neubau eines Bettentraktes ohne jeden Zuschuss möglich. Die Röntgen- anlage, die von allen Recker Ärzten genutzt wurde, half mit, das
Kranken- haus „vor Ort” länger als anderswo bestehen zu lassen. Die Umwandlung in ein Alten- und Pflegeheim mit den Neu- und Anbauten fielen dann in die letzten Jahre seiner Amtszeit. 1986 wurde Pfarrer Kreft außerdem Dechant des Dekanats Mettingen. Ganz besonders lag Pfarrer Kreft die neue Orgel auf der eigens errichteten Empore vor dem Südfenster unserer Pfarrkirche ganz besonders am Herzen. In einem großen Kraftakt der ganzen Gemeinde konnte das neue Instrument finanziert werden.
Am 17. Oktober 1993 verabschiedete die Pfarrgemeinde ihren Pfarrer mit Bedauern, aber auch mit großer Dankbarkeit, nachdem er im August des Jahres sein silbernes Ortsjubiläum feiern konnte. Er wolle nach so
langer Zeit der Verantwortung für eine große Pfarrei etwas kürzer treten, sagte Pfarrer Kreft damals und wechselte zur St.-Josefs-Gemeinde in Rheine-Rodde, die er dann bis zu seinem 75. Geburtstag am Jahreswechsel
2004/2005 leitete. Er begleitete in seiner besonnenen und ruhigen Art die Fusion der Rodder Gemeinde St. Josef mit St. Marien Rheine nach 68 Jahren Selbstständigkeit. Auch als Pfarrer emeritus ab 2005 wirkte er
weiter in der Seelsorge in Rodde mit. Im vergangenen Jahr konnte Hubert Kreft noch sein goldenes Priesterjubiläum feiern.
Der Verstorbene ist ab Freitag, 2. Januar 2009, ab 15 Uhr in der Kirche St. Josef
in Rodde aufgebahrt, sodass die Möglichkeit zur persönlichen Abschiednahme gegeben ist. Um 19 Uhr ist die Abendmesse. Das Requiem ist am Samstag, 3. Januar 2009, um 10 Uhr in der St. Josefs- kirche. Anschließend
ist nach der Prozession die Beerdigung auf dem Friedhof in Rodde.
In St. Dionysius Recke ist das Gedenkamt für den verstorbenen Geistlichen am Sonntag, 4. Januar, um 10.30 Uhr.
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