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Die Verteidigungsrede des Judas - Ein neuer Blick auf Passion und Ostern Ein-Personen-Stück mit Sebastian Aperdannier
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Judas ist ein Verräter. Er ist schuld, dass Jesus sterben musste. - Ein ganz anderes Judas-Bild als das bequem-übliche will Sebastian
Aperdannier am Donnerstag, 29. März, um 20 Uhr in der St. Dionysius- Kirche zeichnen. Er spielt in dem Ein-Personen-Stück „Die Verteidi- gungsrede des Judas” von Walter Jens den wortgewaltigen Verräter.
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Impulsiv und leidenschaftlich verteidigt sich Judas als unverzichtbarer Hand- langer im göttlichen Erlösungsplan. Darsteller Sebastian
Aperdannier will einen ganz anderen Judas zeigen, der zum Nachdenken anregt.
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Mit leidenschaftlichen und impulsiven Gesten möchte er dabei einen Judas in Szene setzten, der mehr Märtyrer als Verräter sein will. Als
unverzichtbarer Teil des wohlgeordneten göttlichen Heilsplans dient er Gott und den Menschen - und scheitert doch. Manfred Liesbrock, der vormalige Diakon in Recke, hatte Aperdannier schon in den vergangenen
Jahren immer wieder nach Recke eingeladen. Immer gab es Terminprobleme. Denn in der vorösterlichen Zeit ist der Schauspieler mit dem Ein-Personen-Drama stets ausgebucht. Die Kirchen kann er nicht mehr zählen. Sechs
dutzendfach hat er das Stück - sein Stück - schon gespielt. Meist in Kirchen, aber auch in Theatersälen. Es ist ein fremder, ein überraschender Judas. Sein Verrat kalkuliert, begangen nicht aus
Niederträchtigkeit oder Geldgier. Selbstzweifel und Angst treiben ihn in den Selbstmord. Routine lässt sich Aperdannier nicht anmerken, auch wenn sich in diesem Jahr wieder die Auftritte häufen in den letzten drei
Wochen vor Ostern. Der Schauspieler lebt die Extreme aus und hilft so seinen Zuhörern, sich auf die Passion und Ostern einzustimmen. Honorar möchte er nicht nehmen. Als Referent im Referat „Weltkirche” im
Bischöflichen Generalvikariat Münster bittet er um eine Spende für „seine” Freiwilligen. Für ihre Auswahl, Entsendung und Begleitung steht er in Verantwortung. Mit dem Geld, das zusammenkommt, möchte er das Aids-
Waisen-Projekt in Iringa in Tansania unterstützen, wo auch in diesem Jahr wieder Freiwillige aus dem Bistum arbeiten.
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INHALT
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